Komplexes Erbrecht ohne einschlägige rechtliche Vertretung ist oft wie Auto Fahren ohne Lenkrad: Das Erbrecht ist die komplexeste Materie des Zivilrechtes. Höhere Vermögenssummen und persönliche Beziehungen führen oft zu heftigen Außeinandersetzungen. Um eine angemessene Lösung zu finden, ist strategische Planung und Begleitung durch einen Fachmann erforderlich.
Ist bei einem Erbe ein Anwalt oder Notar sinnvoll?
Regelmäßig kommen beide vor. An sich wird vom zuständigen Gericht ein Notar als Gerichtskommissär bestellt. Man kann aber einen anderen Notar oder einen Rechtsanwalt mit der Abwicklung beauftragen. In dem Verlassenschaftsverfahren vor dem Gerichtskommissär vertreten dann überwiegend Rechtsanwälte die Eben oder die Pflichtteilsberechtigten. Wenn es zu Streitigkeiten vor Gerichten kommt, etwa um Pflichtteilsansprüche oder Schenkungen, besteht schon ab geringer Höhe gesetzliche Vertretungsplicht. Diese wird überwiegend von Rechtsanwälten wahrgenommen.
Muss der Rechtsanwalt ein Experte im Erbrecht sein?
Jedenfalls der Rechtsanwalt, für den man sich bei erbrechtlichen oder pflichtteilsrechtlichen oder testamentsrechtlichen Fragen bedient, sollte langjährige und einschlägige Erfahrung im Erbracht haben. Das Erbrecht ist ein umfangreiches Spezialgebiet. Ohne ausreichende Fachkenntnis wären die Interessen des Hilfesuchenden nicht ordentlich vertreten.
Was kostet eine Erbrechts-Beratung bei einem Anwalt?
Das hängt vom Einzelfall ab. Oft ist die Erstberatung kostenlos. Bei dieser kann auch eingeschätzt werden, welche Kosten im weiteren entstehen. Damit kann sich der Betroffene unverbindlich ein Bild machen und erkunden, ob eine Vertrauensbasis gegeben ist. Oft werden auch die ersten Schritte mit einem vorab fixierten Pauschalbetrag definiert. Unverbindliche Anfragen sind auf erbrecht24.at jedenfalls kostenlos.
Wer bezahlt die Rechtsanwaltskosten bei einem Erbe?
Im allgemeinen Verlassenschaftsverfahren gibt es bis auf geringe Ausnahmen keinen Kostenersatz. Das heißt, man bezahlt den Rechtsanwalt, den man sich ausgesucht hat, selbst. Wenn man im Verlassenschaftsverfahren über das Erbrecht an sich oder über das Inventar streitet, hat die Kosten der zu tragen, der verliert, also zum Bespiel der Gegner, wenn er zu Unrecht das Erbrecht des Erben bestritten hat. Kommt es während oder nach dem Verlassenschaftsverfahren zu Gerichtsstreitigkeiten vor den ordentlichen Gerichten, hat grundsätzlich derjenige die vom Gericht zugesprochenen Kosten dem anderen zu ersetzen, der verliert. Für Teile von Erbsachen gibt es auch Rechtschutzversicherungen, die dann die Kosten zumindest zum Teil übernehmen.
Wieviel kostet ein Gerichtsverfahren im Erbrecht?
Das hängt insbesondere von der Dauer des Verfahrens und dem Umfang des Vermögens ab. Je länger und umso größer die Summe ist, um die es geht, desto höher sind die Kosten. Diese steigen jedoch nicht linear, sondern abfallend. Man kann auch für gewissen Abschnitte Pauschalbeträge vorab fixieren oder einfach für alle Leistungen eine Abrechnung nach Zeitaufwand vereinbaren. Auf Erbrecht spezialisierte Anwälte zeigen Ihnen gerne einen groben Kostenverlauf je nach Anlassfall auf.
